Deutsche Komödien – Das sagen die anderen Nomaden

In seinem letzten Artikel hat David über deutsche Komödien nachgedacht. Jetzt ziehen Paddy und Tobi nach. Ihre Meinung zu des deutschen liebsten Kino-Kindes lest ihr hier. So viel sei schonmal verraten, mehr als ein Mundwinkelzucken haben die beiden nicht zustande gebracht.

Patrick hat humor… nur eben keinen, der hier bedient wird

Die Top 10 der erfolgreichsten deutschen Filmen (sprich: Komödien) lässt mich kalt. Abgesehen von Good Bye, Lenin!, dem man für die wenigen leisen Töne in dieser Shit-List dankbar sein muss, und mit Abstrichen Otto der Film (aus nostalgischen Gründen). Das einzige Machwerk, dass ich tatsächlich im Kino gesehen habe, war Der Schuh des Manitu. Was geblieben ist, ist die Erinnerung an einen extremst freudlosen Kinobesuch.

Nicht nur, weil ich die Bullyparade in der Prärie ohnehin wenig lustig fand. Selbst die wenigen Schmunzler, die dieser Film bot, sind an meiner eisernen Miene abgeperlt. Meine Begleiter sollten wissen, was ich von dieser Wahl hielt. Wenn sie mich nach einem peinlich schnell verstummten Schenkelklopfer schuldbewusst von der Seite anschauten. Sie sollten wissen, dass sie mir das Messer in den Rücken gerammt hatten. Nur weil die Frauen es so wollten, waren sie eingeknickt. Denn eigentlich stand Tim Burtons Planet der Affen-Remake auf dem Plan. Wobei: So hat mich Der Schuh des Manitu, der mir reichlich egal ist, vor einer herben Kinoenttäuschung bewahrt.

Warum ich Bully, Otto, Schweig(er)höfer nichts abgewinnen kann, darüber will ich mich gar nicht groß auslassen. Lieber sind mir Komödien, die stärker aus dem Leben gerissen sind (Das Leben ist eine Baustelle, Kleine Haie, Oh Boy), mir dank ihres Lokalkolorits eine Identifikationsfläche bieten (Bang Boom Bang, Manta Manta) oder von Helge Schneider sind (allen voran: Praxis Doktor Hasenbein!) . Kurz: Mein Humor ist eben ein anderer.

Tobi fand früher alles lustiger

Früher hui – heute eher Pfui . Zu Schulzeiten war ich noch ein Verfechter der deutschen Komödie, da ich mich durch die ganzen Teenie-Komödien mit Axel  Stein durchaus unterhalten gefühlt habe.  Heutzutage sind es nur noch die Klassiker wie die Loriot-Filme oder Hape Kerkelings Club Las Piranhas und Kein Pardon, die ich gern noch weiterempfehle. Otto der Film war für mich als kleiner Junge ganz lustiges Kino, heutzutage liegt mir derartiges Blödelkino aber fern.  Zugegeben Good Bye Lenin und sogar Fuck Ju Göthe  konnte ich noch etwas abgewinnen, aber bei RomComs a la Schweiger, Schweighöfer und Co. hört für mich der Spaß auf. Ich bin dem deutschen Humor nicht völlig abgeneigt,  das kann ich so  nicht sagen. Aber solange die neuen Machwerke nicht über das Randgruppengebashe hinausgehen,   immer nach Schema F ablaufen, sich immer die gleichen Personen die Hand vor und hinter der Kamera schütteln oder ich die Witze in meinem Kinderwitzebuch aus den 80ern wiederfinden kann, bin ich raus.

Eure Meinung ist gefragt. Kugelt ihr euch vor lachen bei der Schuh des Manitu und Co.? Oder sind deutsche Komödien eher Folter für euch?

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