Kindheitserinnerungen reloaded: Ein Podcast namens Beethoven

Stell dir vor, es läuft ein unschuldiger Familienfilm aus den 90er-Jahren. Kinderlachen, infantile Späße, Holocaust-Symbolik. Plötzlich das dumpfe Gefühl: Hier passt etwas nicht so richtig rein. Tobi, Patrick und Gast-Nomade Nils müssen reden. Ganz dringend.

Wir schreiben das Jahr 1992: Die Medien-Nomaden lernen gerade das kleine Einmaleins und Bernhardiner erreichen den Höhepunkt ihrer Sympathie. Nie war der unaufhörlich sabbernde Nationalhund der Schweiz beliebter. In popkultureller Hinsicht, versteht sich. Schuld ist Ein Hund names Beethoven. Die US-Komödie revidiert das Bild vom Killer-Bernhardiner, das Stephen King einst mit Cujo zeichnete. Knuddel-Koloss statt Mörderbestie. Beethoven, tierischer Humanist und Familienzusammenführer. Und doch vermag die vermeintlich harmlose Kinderklamotte zu verstören.  Grund ist eine Bildsprache, die frappierend an den gewaltigsten Völkermord aller Zeiten erinnert. Stacheldraht, Krematorien, Asche, die auf Zedern fällt. Zufall? Oder Kalkül? Die Medien-Nomaden reiben sich die Augen und gehen der Sache auf den Grund – in einer neuen Folge von Kindheitserinnerungen Reloaded.

Beethoven und das ungute Gefühl von damals

Der Clou an dieser Podcast-Reihe: Ihr könnt die (un-)guten Gefühle von damals nachempfinden. Die Kindheitserinnerungen sind ein zweigeteiltes Hörvergnügen. Zunächst nähern wir uns völlig ungefiltert den Eindrücken, die von früher hängen geblieben sind. Es folgt eine kurze Pause – Gelegenheit für Euch, ebenfalls in der Mottenkiste zu kramen und die FIlme nachzuholen. Anschließend gehen wir in die Analyse: Wie funktioniert der Film aus heutiger Sicht? Welche Empfindungen konnte die Zeit konservieren? Und vor allem: Würden wir den Film unseren nicht vorhandenen Kindern zeigen? Seid dabei, wenn wir pädagogisch fahrlässig handeln!

Wie haltet Ihr es mit Ein Hund namens Beethoven? Reagieren wir etwa hypersensibel? Lassen wir uns zu einer Lesart hinreißen, die diesem Film gar nicht innewohnt? Wir freuen uns wie immer auf Leckerli in Form von Kommentaren! Außerdem nehmen wir gerne Wünsche entgegen: Welche Kindheiterinnerungen sollen wir künftig durch den Wolf drehen? Egal, ob Film oder (Cartoon-)Serie. Wir sind für jeden „Spaß“ zu haben.

Bisher in der Reihe Kindheitserinnerungen erschienen:

Folge 1#: Babar und die Weihnachtspropaganda

Folge 2#: Kuck mal, wer da podcastet

Folge 3#: Ein Podcast namens Beethoven

Podcast names Beethoven

2 thoughts on “Kindheitserinnerungen reloaded: Ein Podcast namens Beethoven

  1. Danke für den für mich neuen Podcast,
    sehr interessante Perspektiven!
    Nur eine ganz kleine Kritik,
    wenn einer leise redet und dann plötzlich alle voll laut loslachen-
    das tut dann teilweise echt in den Ohren weh.. (Kopfhörer),
    dabei geht auch der Inhalt des eben gesagten ..flöten,
    bei mir jedenfalls.
    Sonst, alles super,
    Themen sind klasse und
    die Gruppendynamik ist sehr angenehm.
    Bitte mehr davon!

  2. Hallo Daniel,

    vielen Dank für deine Anmerkungen. Wir werden Tobi anhalten, künftig aufs Lachen zu verzichten. Oder, wenn es sich nicht vermeiden lässt, beim nächsten Mal die Regler stärker runterziehen! 😉
    Ohrenbluten wollen wir ganz bestimmt verursachen, daher werden wir deinen Hinweis auf jeden Fall berücksichtigen.

    Beste Grüße,
    Patrick

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