Furzen gegen die Einsamkeit: Swiss Army Man

Mit einer Blähung melden wir uns zurück. Der Winterschlaf ist zu Ende. Weil wir uns etwas mehr noch auf Filme konzentrieren wollen, fangen wir mit DEM Indie-Film der letzten Monate an: Swiss Army Man.

Eigentlich ist das Setting nicht neu, dass uns Swiss Army Man präsentiert: Das letzte Mal als das „einsamer Typ auf Insel gestrandet“-Ding originell war, war bei Robinson Crusoe. In dem Fall landet Hank (Paul Dano) auf einer Insel und muss ums Überleben kämpfen. Freitag/Wilson ist jetzt die Leiche von Buisness-Harry-Potter Manny (Daniel Radcliffe). Überraschenderweise kann man mit Manny ziemlich viel nützlichen Kram machen. Leichen sind offenbar mindestens so gut wie ein Schweizer Taschenmesser mit Sprachfunktion und Peniskompass.

Expecto interruptus

Wer jetzt erwartet: Es dreht sich alles um die vor sich hin blähende Leiche, der liegt falsch. Eigentlich liegt der Kern der Geschichte von Swiss Army Man woanders. Es geht um Einsamkeit, Überlebenswillen und Rettung dank Fantasie. Hank war schon vorher eine innere einsame Insel, der sich nicht traute seine Liebe zu gestehen. Hinter dem Gimick der Taschenmesser-Leiche liegt eine anrührende Tragikomödie und genau hier liegt das Problem von Swiss Army Man für mich.

Der Gag zündet nicht

Ich mag eigentlich kleine Indie-Filme, die nette Ideen haben. Frank zum Beispiel. Aber irgendwie will bei Swiss Army Man der Funke nicht überspringen. Der Film ist gut gespielt, hat verrückte, neue Ideen und macht sein eigenes Ding. Trotzdem leidet er an der einen oder anderen Stelle an dem Gag mit der Leiche, der dann einfach ein Stückchen drüber ist.

David

David

Er hat vielleicht nicht jeden Film gesehen. Er kann aber zu jedem etwas sagen. In seiner Muttermilch war Zelluloid. Auch vor Musik und Videospielen macht er keinen Halt. David sabbelt nebenbei auch professionell im Radio. Damit ist er aber offensichtlich nicht ausgelastet. Mehr von ihm gibt es hier bei den Medien-Nomaden.

david@Medien-Nomaden.de
David

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