Nightmare Worlds #2: Alien Species

Der Abstieg in die Public Domain-Hölle wird früh zur Tour de Force. Zeilen werden per Kaiserschnitt in das Licht gezerrt. Dabei – da lasse ich die Hosen bekennend herunter – bin ich ein Alien-Addict. Nur deshalb schafft es ei animatronischer Hänger wie Astaron, mich einen Wimpernschlag lang zu belustigen. Aber Alien Species?
Ich liebe Predator und vergöttere Alien. Ein schwangerer Drac berührt mein Herz und ein sterbender E.T. brachte es fertig, dass ich diesen Spielberg-Klassiker erst mit zwölf Jahren ohne Weinkrämpfe überstehen konnte. Über Alfs Kalauer kann ich schmunzeln, ebenso über die dämliche Story eines Independence Day. Aber Alien Species? In meinen großen, mandelförmigen Augen ist dieser Streifen nicht mehr als ein formelhafter Genre-Sing-Sang, einzig auf Zelluloid gebannt, um uns zu langweilen.

Ansonsten kann ich diesem zweiten Nightmare Worlds-Beitrag keine großen Vorwürfe machen. Außer, dass man mit einer Mark achtzig keinen zünftigen Invasionsfilm drehen sollte. Wobei ich natürlich meinen imaginären Zylinder ziehe, wenn man es doch jemand versucht und-  das Ergebnis eben wie Alien Species ausfällt. Die Geschichte: Einfallslos, aber nicht übermäßig bescheuert. Die Darsteller: Allerhöchstens GZSZ-Niveau, aber immerhin runzelt mit Charles Napier ein Hauch von Hollywood durchs Set. Die Effekte: Billig, aber die muss man mit solch einem engen Budget erst mal bezahlen. Will heißen: Irgendwie geht die gesamte Chose für eine Produktion dieser Größenordnung voll in Ordnung. Dafür nestelt man gerne ein Fleißkärtchen hervor, verkehren möchte man mit diesem Biedermann von Film jedoch eher weniger. Es gibt halt nichts zu lachen, nicht mal unfreiwillig. Dann lieber eine Bombe wie Password – Das Rätsel. Filmisch unter aller Kajüte, aber immerhin für bierselige Runden zu gebrauchen. Foto: VeitD/pixelio.de
Einmal Public Domain-Hölle und zurück!

Aus unserer Reihe: Wahnsinn – warum schickst Du mich in die Public Domain-Hölle?

Teil 1: Alien Contamination a.k.a Astaron – Brut des Schreckens

 

Patrick

Patrick

Mit Gameboy und Ghostbusters aufgewachsen, teilt Patrick das Schicksal vieler 1980er-Jahrgänge. Die viereckigen Augen wird er nicht mehr los. Stünde aufgrund seines ausgeprägten Sammlertriebes ohne Steam & Stream vor dem finanziellen Ruin. Hätte gerne einen purpurnen Tentakel als Haustier. Patrick arbeitet bei einem großen Medienunternehmen und geht auf journalistenfilme.de immer öfter den Medien-Nomaden fremd.

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