Noch eine Runde, Mama: 10 Spiele, die die Wartezeit auf X-COM 2 verkürzen

Nur noch eine Runde, Mama! Mit X-COM: Enemy Unknown feierte das Genre der taktischen Rollenspiele ein furioses Comeback. Im November 2015 erscheint der Nachfolger. Erst. Daher stellen wir Euch zehn grandiose Rundenstrategie-Titel vor, die Euch die Wartezeit verkürzen.

Teams und Ausrüstung akribisch zusammenstellen, vorsichtig an den Gegner heranpirschen, mit den Bewegungspunkten haushalten, die Stärken der Figuren ausbauen, ihre Schwächen abfedern – das sind die wesentlichen Merkmale eines taktischen Rollenspiels. Die Weitsicht des Spielers entscheidet über Sieg oder Waterloo. Das richtige Vorgehen in der Kampfzone ist eine Sache. Die Unternehmung hinter den Einsätzen vor Ort erfordert operatives Denken und wirtschaftliches Geschick. Das Equipment der Söldnertruppe, der Aufbau der Alienbefreiungsfront – alles das kostet Geld. Freiheit gibt es nicht zum Nulltarif. In X-COM: Enemy Unknown etwa überzeugen wir mit erfolgreichen Schlägen gegen die extraterrestrischen Invasoren unsere Geldgeber.

Rundenstrategie lebt!

Firaxis‚ Neuauflage der klassischen X-COM-Serie war ein Achtungserfolg für Studio und Genre gleichermaßen. Dass die Reihe eine Fanbasis besitzt, galt als ausgemacht. Man muss sich nur die vielen Fanprojekte ansehen – sie sind der Ausdruck einer Sehnsucht nach einem neuen Serien-Ableger, der das Vermächtnis von UFO: Enemy Unknown und X-COM: Terror from the Deep nicht mit den Fußen tritt. Ebenso war klar, dass die Strategen von Firaxis (Civilization) ein ordentliches Spiel zimmern würden. Aber wer wollte schon garantieren, dass X-COM: Enemy Unknown ein kommerzieller Erfolg wird? Bruchlandungen von Kritikerlieblingen und Nischenhits sind nichts ungewöhnliches. Diesmal jedoch erntete Publisher 2k Games den verdienten Lohn.

Der Erfolg von X-COM: Enemy Unknown liegt auch in der Zugänglichkeit begründet. Firaxis hat das Spielprinzip vereinfacht, ohne es zu verwässern. Statt einer Reihe von Aktionspunkten, die den Handlungsradius einer Spielfigur definieren, gibt es nur noch zwei grundlegende Bewegungsphasen. Suche ich Deckung, um zu feuern? Oder ich sprinte zu einem weiter entfernten Posten – und verzichte auf den goldenen Schuss?

Das Grundprinzip klingt simpel. Doch für X-COM: Enemy Unknown gilt die Devise, die für viele Spiele gilt: Einfach zu erlernen, aber schwierig zu meistern. Auf den höheren Schwierigkeitsgraden nahm die Alien-Hatz schon beinahe unfaire Züge an. Einmal im Fog of War enttarnt, brachte sich die außerirdische Brut sofort in Deckung. Überraschungsangriffe und geschicktes und vor allem unbeobachtetes Flankieren waren so kaum möglich.

Keine Mulitplattform-Kompromisse

X-COM 2 soll derart taktische Finessen wieder ins Spiel bringen. Firaxis und 2k Games planen für den zweiten Ableger eine Hinwendung zurück zur Komplexität. Was mich – und viele andere Serienfans – besonders freut. X-COM: Enemy Unknown spielte sich zwar fluffig, als Genre-Veteran vermisste man jedoch liebgewonnene Features aus früheren Titeln. Die zerstörbare Umgebung beispielsweise kam wenig zur Geltung – ein Zugeständnis an die Multiplattform-Tauglichkeit des X-COM-Reboots. Teil 2 hingegen ist zunächst nur für den PC angekündigt. Die Konsoleros, die den Erfolg des ersten Teils überhaupt erst ermöglicht haben, schauen vorerst in die Röhre.

Auch ich habe X-COM: Enemy Unknown das erste Mal auf der Konsole gezockt. Inzwischen bin ich wieder primär am Rechner zu Hause – zum Glück! X-COM 2 wird ein Fest für Rundenstrategen, da bin ich mir sicher! Allein der angekündigte Modder-Support verspricht epische Gefechte bis ins Jahr 2016 hinein. Doch was bis zum Release im November spielen? Folgende Aufstellung läuft sich schon mal warm: Meine ganz persönliche Top 10 meiner liebsten Rundenstrategie-Titel!

Vorweg: Die Liste enthält nur Titel in Anlehnung an X-COM, in denen wir kleine Einheiten über ein Schlachtfeld befehligen. Globalstrategie wie Civilization und Hearts of Iron sowie Rundenstrategie à la Heroes of Might & Magic bleibt unberücksichtigt.

Platz 10: Shadowrun Returns (2013)

Shadowruns_Returns

Dystopsiches Cyber-Abenteuer: Shadowrun Returns spinnt eine spannende Story, die rundenbasierten Kämpfe sind ein schönes Zubrot.

Cyber, Cyber! In der Rückkehr des Pen & Paper-Klassikers schlägt sich unser Shadowrunner mit seinen angeheuerten Kumpanen durch eine dystopische Zukunft. Rundenbasiert, versteht sich. Richtig anspruchsvoll sind die Kämpfe nicht – und auch die Stippvisiten in der Matrix sind keine spielerisch Offenbarung. Die Story um einen Auftraggeber aus dem Jenseits, das atmosphärische Dark Sci-Fi-Setting und die zahlreichen Fan-Mods sorgen aber für Laune.

Platz 9: Fallout Tactics (2001)

Fallout-Taktics

Wenn alles aus dem Fallout-Universium aufgesogen wurde, kann man sich an Fallout-Tactics wagen. Rundenstrategen dürfen eher zugreifen.

Der rundenbasierte Kampfmodus aus Fallout und Fallout 2 schrie geradezu nach einem Taktik-Spin-off – und doch schwamm Fallout Tactics nur im Kielwasser der Genregrößen hinterher. Die Schießereien im Rundentakt fruchteten, waren aber durchaus auch in Echtzeit schaffbar. Was die Veranstaltung etwas ad absurdum führte. Das Fallout-Flair mit seinen schwarzhumorigen Untertönen hielt mich als Serien-Fan bei der Stange. Wobei ich ehrlicherweise zugeben muss, dass ein Fallout ohne Entscheidungsfreiheiten kein richtiges Fallout sein kann. Im Nachgang ist Ausbildung in der stählernen Bruderschaft nur für Komplettisten empfehlenswert.

Platz 8: Warhammer 40.000: Chaos Gate (1998)

Warhammer 40.000_Chaos Gate

Warhammer-Fluch? Das Sci-Fi-Universum hatte bislang die besseren Versoftungen vorzuweisen als die Fantasy-Variante: Chaos Gate ist ein gelungenes Beispiel.

Meine erste Begegnung mit dem kriegerischen Sci-Fi-Universum aus dem Hause Games Workshop. In Chaos Gate führen wir einen Trupp Space Marines in den Kampf gegen einen Haufen Chaos Space Marines. Und das immer wieder und wieder. Keine Orks, keine Eldar, keine Tyraniden. Was mich als damaliger Warhammer-Boon wenig tangierte. Aus heutiger Sicht ist dieses Line-Up natürlich unbefriedigend. Aber spielerisch gehört Warhammer 40.000: Chaos Gate zu den anständigen X-COM-Klonen.

Platz 7: X-COM: Apocalypse (1997)

x-com apocalypse

Wird aus nostalgischer Sicht gerne unterschlagen: X-COM: Apocalypse war ein würdiger Nachfolger zu UFO und Terror from the Deep!

Apropos X-COM: Die Hardliner unter den Serienfans schwören felsenfest, dass zwischen Terror from the Deep und der Firaxis-Neuauflage von 2012 ein riesiges Wurmloch klafft. Auch als gemäßigter Anhänger kommt man nicht umher, zuzugeben, dass vieles zwischen den Jahren (allen voran die unsäglichen UFO-Ableger) ins All geschossen gehört. Aber es war nicht alles intergalaktische Grütze. X-COM: Apocalypse ist ein würdiger dritter Teil, der grafisch, inhaltlich wie spielerisch einiges anders machte als die ersten beiden Teile und gerade deshalb ziemlich erfrischend wirkte.

In Apocalypse agiert X-COM nicht mehr global: das Szenario beschränkt sich auf die Stadt Mega-Primus. Die herrlich designten Außerirdischen schicken sich an, die städtischen Institutionen zu infiltrieren. Ein Gefühl von Paranoia macht sich breit, auch wenn sich dieses Gefühl vornehmlich in diversen Graphen manifestiert.

Auch wenn X-COM: Apocalypse den Weg für die Echtzeit ebnete – jenes Feature, das der weiteren Serie den vorläufigen Todesstoß versetzte: Der Wechsel zwischen beiden Modi funktioniert. Wenn sich versprengte Aliens auf den weitläufigen Karten verschanzen, verkürzt der Zeitenwechsel die Rasterfahndung. Und wenn der eigene Mann schließlich von diesem einen, letzten Piss-Alien dahingerafft wird, ist das nicht minder ärgerlich als in den beiden vorangegangenen Teilen. Doch alles beim Alten also? Die Ur-X-COMs haben tatsächlich mehr Charme. Für diese Erkenntnis muss man kein Hardliner sein.

Platz 6: Incubation (1997)

Incubation_Battle Isle

X-COM made in Germany: Der Battle Isle-Ableger Incubation stammte aus der Düsseldorfer Spieleschmiede Blue Byte.

Söldner-Taktik statt Panzer-Schlachten im Sechseckraster: Mit Incubation legte die Düsseldorfer Spieleschmiede Blue Byte einen Battle Isle-Ableger hin, der sich von der restlichen Reihe deutlich abhob, aber im Grunde genommen nichts weiter als ein dreister X-COM-Klon war: Einsatzkommando erwehrt sich ekliger Alien-Organismen. Da spielerisch mehr als ordentlich, wollen wir weniger abwertend sein (immerhin ist das Spiel in dieser Liste vertreten!) und Incubation als ein „X-COM im Geiste“ bezeichnen. Das ist aber das höchste der Gefühle: Der bockige Schwierigkeitsgrad zum Tastenausbeißen und die Erinnerung an jenen Freund, der mich in den Multiplayer-Partien derart auseinandernahm und jeden Sieg freudetrunken wie den Sturz eines Diktators feierte, haben eine veritable Hassliebe erkeimen lassen.

Platz 5: Jagged Alliance (1994)

Jagged Alliance

Die zehn Gratis-Stunden AOL brauchte es nicht als Entscheidungshilfe: Jagged Alliance ist ein Klassiker!

Das Erweckungserlebnis in Sachen Rundenstrategie: Als Retro-Gaming noch gleichbedeutend mit „Der hat kein Geld für neue Spiele“ und meine Freunde Half Life & Co. für sich entdeckten, brachte mir meine Mutter eine Bestseller Games mit – ein selbst für Ende der Neunziger Jahre ziemlich billig aussehendes Magazin, das nicht mehr aktuelle Vollversionen für einen schmalen Kurs verscheuterte. Ursprünglich hatte meine Mutter das Heft für sich gekauft, als leidenschaftliche Adventure-Spielerin hatte sie den Bestseller Games Titel wie Monkey Island, Day of the Tentacle oder Frankenstein zu verdanken. Ich weiß zwar bis heute nicht, wie man bei dem Anblick markiger Söldner auf dem Titelbild darauf kommt, dass Jagged Alliance ein fröhliches Point & Click sein könnte. Aber gut, es war nicht mein Schaden. Meine Freunde lachten mich zwar aus, weil ich meinen 166 Mhz-Rechner für 486er-Schrott missbrauchte. Aber rundenstrategisch war es um mich geschehen. Danke, Muddi!

Platz 4: Silent Storm (2003)

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Ein Sturm zieht auf: Silent Storm hätte das perfekte Spiel sein können – wäre da nicht der unumgängliche Sci-Fi-Plot, der nicht so recht in WW2-Setting passen will…

Eigentlich das perfekte Spiel: Rundenstrategie im Zweiten Weltkrieg-Szenario, kauzige Charaktere, die einem ans Herz wachsen (wenn man das von Nazis so behaupten darf), dazu eine völlig zerstörbare Umgebung und eine „realistische“ Physik-Engine inklusive Ragdoll. Nie werde ich den wahnwitzigen Lach-Flash vergessen, den ich erlitt, nachdem ich eine Splittergranate in den Flur des herrschaftlichen Landsitzes geworfen hatte, das gesamte Gebäude aufgrund einer Verkettung unglücklicher Umstände einstürzte und ich in den Trümmern nicht nur die Körper meiner Gegner, sondern auch die meiner eigenen Leute fand. Leider war der Spaß nur bis zu einem gewissen Zeitpunkt spaßig. Die Geschichte um die dubiose Organisation Thors Hammer brachte nach einer gewissen Anzahl von Missionen die mächtigen Panzerkleins ins Spiel. Der Zerstörungsorgie taten die überdimensionierten Kampfanzüge keinen Abbruch. Die Atmosphäre jedoch war dahin.

Platz 3: X-COM: Enemy Unknown (2012)

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Furioses Comeback: X-COM Enemy Unknown erbrachte den Beweis, dass Rundenstrategie noch funktioniert.

Obvious Choice: Warum nicht die Wartezeit auf X-COM 2 mit dem Vorgänger vertreiben? Inhaltlich ist es nicht zwingend erforderlich, die Ereignisse aus dem ersten Teil aufzufrischen. X-COM 2 ignoriert den Triumph auf dem Mutterschiff und setzt in einer Zukunft ein, in der Aliens und Menschen scheinbar friedlich die Erde miteinander teilen. Ja, X-COM: Enemy Unknown lässt einiges vermissen, was ein Silent Storm beispielsweise mitbringt. Es ist in gewissermaßen die Casual-Variante unter den hier vorgestellten Titeln. Aber X-COM: Enemy Unknown ist ein durch und durch homogenes Stücksoftware. Der taktische Anspruch und die actionreiche Präsentation harmonieren perfekt miteinander, so dass man regelrecht genötigt ist, auszuziehen und die Welt vom extraterrestrischen Abschaum zu befreien. Aus dem Hintergrund ruft Will Smith: „Ich kann´s nicht erwarten, E.T. endlich in den Arsch zu treten!“

Platz 2: UFO: Enemy Unknown/X-COM: Terror from the Deep (1994/95)

UFO_Enemy_Unknown

Der Ur-Vater. Sicher nicht das erste Spiel seiner Art. Aber UFO: Enemy Unknown definiert bis heute das Genre.

Eigentlich sollte man die alten Shantys von damals ruhen lassen. Zu groß die Gefahr, dass die großartigen Erinnerungen durch eine nostalgische Anwandlung zerstört werden. Nicht so Enemy Unknown und Terror from the Deep: Die Ur-X-COMs funktionieren noch heute. Die Anspannung bei den Terrormissionen. Der leichte Grusel, der sich auch dank der tollen Soundkulisse entspinnt. Die Angst, seinen besten Mann auch nur einen Schritt aus dem Truppentransport zu bewegen. Der Augenblick im Angesicht des Todes, der offenbart, dass man soeben in die Arme eines Chryssalids gelaufen ist, keine Aktionpunkte mehr übrig hat und in der nächsten Runde zombifiziert wird. Alle Empfindungen von damals lassen sich auch heute noch vollziehen.

Dabei tun sich beide Spiele nicht viel. UFO: Enemy Unknown verfügt über die einfallsreicheren Aliens, Terror from the Deep mit seinen Unterwasserkarten das etwas beklemmendere Setting. Hier passt alles: Von den intensiven Gefechten über den Wirtschaftsteil inklusive Basisbau bis hin zu den stimmungsvollen Forschungs- und Autopsieberichten, die nach und nach die Hintergründe der Invasion enthüllen. Wenige Titel tragen ihren Klassikerstatus derart in Würde wie Enemy Unknown und X-COM: Terror from the Deep.

Platz 1: Jagged Alliance 2 (1999)

Jagged_alliace_2_Cover

Besser geht’s nicht: Anspruch, Umfang, Spieltiefe, und Immersion – Jagged Alliance 2 ist bis heute im Rundenstrategie-Sektor unübertroffen!

Was habe ich mich gefreut, als ich die ersten Bilder zu Jagged Alliance 2 sah. Mein geliebtes Jagged Alliance in noch geiler! Was war ich stolz, als ich auf der CEBit in Hannover die erste Demo ergatterte. Und was habe ich mich geärgert, als das Spiel auf meiner Möhre nur so zuckelte (der 166er war inzwischen abgeraucht, die Ersatzkiste ein ausrangierter Intel Pentium der ersten Stunde). Bis ich Arulco endlich befreien durfte, war Jagged Alliance 2 längst kein Vollpreistitel mehr. Wieder ließ ich die High-End-Software liegen, wieder taktierte ich mich durch veraltete Pixellandschaften. Die Duplizität der Ereignisse. Egal.

Auch nach unzähligen Befreiungsmissionen (unvergessen sind die Die Hard-Sessions mit Steini – laden verboten!) kehre ich immer wieder auf das fiktive Eiland zurück. Tatsächlich ist Jagged Alliance 2 mein Spiel für die einsame Insel. Die fesselnden Kämpfe und der angenehm anziehende Schwierigkeitsgrad, der auch auf höchsten Stufen fair anzieht und es somit ermöglicht, mit der Herausforderung zu wachsen oder aber die eigene Unfähigkeit anzuerkennen, sind dabei nur das Grundgerüst eines unglaublich dichten Spielerlebnisses!

Du glaubst, Du findest etwas besseres? Vergiss‘ es!

Entwickler Sir-Tech ist es gelungen, eine in sich kohärente Welt zu kreieren. Mit Städten, Dörfern, Wäldern, Steppen und Küstenlandschaften, die einem taktisch alles abverlangen. Mit zahlreichen Geheimnissen und Quests, die einen für Wochen beschäftigen. Eingebettet in ein stimmiges Umfeld mit toll geschriebenen Charakteren. Ob es nun die schrulligen Nebenfiguren, die skrupellose Tyrannin Deidranna und ihr Gefolge oder die vielen unterschiedlichen Typen sind, aus denen sich Euer Söldner-Gefolge rekrutiert: Die feine Charakterzeichnung, die lebendigen Hintergrundgeschichten und die tolle Vertonung sorgen für die totale Immersion. Jeder Söldner führt ein Eigenleben, das Ihr lieben oder hassen lernt. So oder so: Jeder Verlust geht nahe.

Fidel beispielsweise ist ein erstklassiger Sprengmeister, aber auch ein unberechenbarer Psychopath, der unvermittelt das Magazin leer ballert. Seitdem bekommt er keine Automatikgewehre mehr von mir in die Hand. Bobby „Steroid“ Gontarski ist verlässlicher Fleischberg, der viele Schränke und Truhen mit bloßer Gewalt aufbricht und daher für den ressourcenarmen Spielstart von Vorteil ist. Allerdings arbeitet er nicht gerne mit Kommunisten zusammen. Blöd nur, dass Igor Dolvich ein passabler und günstiger Allrounder für die ersten Missionen ist. Larry Roachburn ist solider Backup als Sanitäter – aber nur solange der trockene Alkoholiker nicht rückfällig wird. Kann passieren, muss aber nicht. Das sind nur drei Beispiele von vielen: Jede Figur trägt ihr eigenes Päckchen und somit zum Spielerlebnis bei. Man kann noch so viele Spieldurchgänge absolviert haben, mit jedem neuen Durchgang passiert etwas neues. Dank des Sci-Fi-Modus (Aliens übernehmen die für die Finanzierung so wichtigen Minen), der Zusatzpacks Wildfire und Unfinished Business oder der Fan-Erweiterungen lässt sich das Spiel bis ins Uferlose modifizieren. Noch heute genießt das Spiel eine große Wertschätzung. Auch weil es die vielen offiziellen wie inoffiziellen Nachfolger auch nach über 15 Jahren nicht geschafft haben, die Klasse des Vorbilds zu erreichen.

Ihr seid dran!

Was haltet Ihr von dieser Liste? Welche Titel habe ich ganz nonchalant vergessen? Welche meiner Spiele sind eher meh? Schreibt uns, diskutiert mit uns! Die Kommentar-Box unten steht ganz zu Eurer Verfügung!

Bock auf eine Runde Strategie?

Foto: Firaxis/2kGames – restliche Bilder: Publisher

 

 

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